Zwei neue Gebäude integrieren sich in den lokalen Kontext durch eine Fragmentierung ihrer Volumina.

Helmbahn

TYPOLOGIE Mobilität, Infrastruktur, Öffentliche Plätze
STATUS Wettbewerb, 2. Preis
ORT Sexten, Italien
JAHR 2020
AUFTRAGGEBER 3 Zinnen AG

PROJECT ARCHITECT Giulia Mariotti
DESIGN TEAM Eva Castro, Ulla Hell, Holger Kehne, Chuan Wang, Peter Pichler, Niccolò Dal Farra, Mavis Lee, Shao Xuan Tan
RENDER CREDIT Atelier Crilo

Der Wettbewerb wird durch die Notwendigkeit definiert, die Seilbahn Sexten- Helm durch eine neue, leistungsstärkere Anlage zu ersetzen. Aus diesem Grund ist es notwendig, ein neues hybrides Servicegebäude für die Talstation zu schaffen und den Sockelbereich der alten Station um ein Wohngebäude für Saisonarbeiter zu erweitern.

Der Vorschlag von Plasma Studio zielt darauf ab, eine Lösung zu definieren, welche einerseits klar sichtbar ist, aber den dennoch den Kontext  diskret weiterbaut.

In größerem Maßstab basiert der Vorschlag auf einer sorgfältigen Analyse der vorhandenen Flüsse: Es wird ein Hauptweg definiert, der die entscheidenden Punkte des Standorts verbindet: Er führt Besucher vom Parkplatz und von der nahe gelegenen Bushaltestelle direkt zum Eingang des Servicegebäude.

Das neue Servicegebäude ist durchlässig, dynamisch und wird von den Richtungen und Flüssen des Standorts selbst geprägt. Das Erdgeschoss wird durch eine zentrale Halle mit großer Raumhöhe definiert, die Besucher willkommen heißt und sie zu kommerziellen Aktivitäten, Informationsschaltern oder zum Eingang der Seilbahn führt. Eine Innentreppe mit Aufzug führt in das Obergeschoss, wo sich Skidepot und eine Ambulanz befinden. Die Volumina der verschiedenen Innenräume kreuzen und fragmentieren sich  und definieren so die Identität des Gebäudes und unterstützen die Orientierung innerhalb der Struktur.
Eine interne Wegeführung schafft Zugang zu einer Panorama-Dachterrasse, die für öffentliche Nebenaktivitäten zur Verfügung steht. Zusätzlich wird dieser Bereich über eine breite externe Rampe erreicht, die als Fortsetzung der Fußgängerverbindungen auf dem Gelände gedacht ist.

Das Wohngebäude ist als modularer Aufbau konzipiert, der in verschiedenen Phasen gebaut werden kann, wobei die Höhenentwicklung so definiert ist, dass sie sich dem Umfeld unterordnet. Eine Kombination von Volumen, Luft- und Freiräumen wird angeboten, um Bereiche für gemeinsame Aktivitäten zu schaffen.