Der "Moiré-Effekt" gibt die visuelle Interferenz an, die beispielsweise durch Überlappung von Gittern mit leicht unterschiedlichen Maschen und / oder mit unterschiedlichen Winkeln erzeugt wird.

Moiré

TYPOLOGIE Mobilität, Infrastruktur
STATUS Wettbewerb
ORT Vierschach, Italien
JAHR 2013
AUFTRAGGEBER 3 Zinnen AG

PROJECT ARCHITECT Marco Becucci
DESIGN TEAM Eva Castro, Ulla Hell, Holger Kehne, Chuan Wang, Peter Pichler

Das Projekt ist der Wettbewerbsvorschlag von Plasma Studio für den Bau einer Fußgängerbrücke als Verbindung zwischen Zughaltestelle Vierschach und dem  Servicegebäude der Aufstiegsanlagen zum Helm.

Die geknickte Wegeführung nimmt einerseits die Richtung senkrecht zur Zughaltestelle auf, um dann über einen Knick parallel zum bestehenden Servicegebäude zu münden. Um die Zugänglichkeit hin zum Parkplatz zu intensivieren, werden weitere Einstiegspunkte hinzugefügt, die Brücke wird dadurch zu einem wirklich durchlässigen und vielseitig erreichbaren Verbindungselement. 

Der Vorschlag soll eine repräsentative Wirkung für die Aufstiegsanlagen haben und als Eingangsportal zum UNESCO-Weltnaturerbe der Dolomiten wahrgenommen werden , sich aber dennoch dem Kontext der Tallandschaft unterordnen. Aus diesem Grund wird – entgegen der Wettbewerbsanforderung, aufgrund der großen wahrgenommenen Höhe, von einer überdachten Lösung abgesehen und eine offene, minimale Lösung angestrebt, welche an die Bautradition von leichten Seilbrückenkonstruktionen in den Dolomiten anschließt.

Der Moiré-Effekt wird für die Entwicklung der Materialisierung aufgenommen: Die visuelle Überlappung verschiedener Schichten von Stahlnetzen mit unterschiedlicher Neigung und Maschendichte bilden das Geländer und erinnert so an die charakteristische Dolomitenlandschaft mit Bergprofilen, welche mit zunehmender Entfernung miteinander und mit dem Hintergrund verschmelzen: so wird eine leichte Konstruktion mit Assoziation zur Berglandschaft geschaffen, ohne plakativ oder massiv zu wirken.