Aus dem Verweben von Landschaft, Typologie und Nutzung entsteht ein gemeinsames Volumen, das der Bewegung des Hanges folgt und zwei individuelle Lebensräume zu einer räumlichen Einheit verbindet.

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TYPOLOGIE Wohnen, Innenraum
STATUS Auftrag, Gebaut
ORT Deutschnofen, Italien
JAHR 2025
AUFTRAGGEBER Privat

DESIGN TEAM Ulla Hell, Holger Kehne, Eva Castro, Peter Pichler, Georg Nothdurfter
PHOTO CREDIT Michael Pezzei

Das Doppelwohnhaus entsteht auf einem sanft nach Süden abfallenden Hang unterhalb eines Bergdorfes und versteht sich als räumliche Übersetzung der Topographie. Der Entwurf folgt nicht dem Prinzip der Setzung eines autonomen Baukörpers, sondern begreift Architektur als Kontinuum zwischen Gelände, Volumen und Nutzung. Der bewusst niedrig gehaltene Baukörper reduziert seine Präsenz und schreibt die Bewegung des Hanges in seine innere Organisation fort.

Zentrales konzeptionelles Instrument ist das Split-Level als vermittelnde Struktur zwischen Landschaft und Raum. Die funktionale Anordnung der Wohneinheiten folgt der natürlichen Hangneigung und transformiert Höhenunterschiede in eine sequenzielle Raumordnung. Statt klarer Geschosstrennung entsteht eine räumliche Kontinuität, in der Wohnen, Rückzug und Erschließung über fein abgestufte Niveaus miteinander verbunden sind.

Die Typologie des Doppelwohnhauses wird als Spannungsfeld zwischen Einheit und Differenz interpretiert. Die Vorgabe eines einzigen Volumens wird durch ein langgezogenes, nahezu parallel zum Hang verlaufendes Dach erfüllt, das beide Wohneinheiten unter einer gemeinsamen, maximal eineinhalbgeschossigen Silhouette zusammenfasst. Das Dach fungiert als verbindendes Element und verleiht dem Baukörper eine horizontale Ruhe, die den landschaftlichen Maßstab aufnimmt.

Das Projekt formuliert das Doppelwohnhaus als Modell des Zusammenlebens: zwei individuelle Lebensentwürfe, räumlich verwoben, ohne sich zu überlagern.